Olive oil 101

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Die Legende von Arbequina

Es existieren hunderte verschiedene Olivenbaum-Arten weltweit, jede Art mit ihren besonderen Eigenschaften, wie Wachstums- Bedingungen, Form, Farbe, Struktur und Geschmack ihrer Frucht. Natürlich sind alle diese Varianten so alt wie die Welt, aber Ende letzten Jahrhunderts wurde ein vollkommen vergessener Olivenbaum in der Nähe des kleinen Orts Arbeca (Arbequa) in Katalonien gefunden.

Der Baum sah mehr wie ein Busch aus und produzierte sehr kleine, runde und farbige Oliven. Botaniker tauften den wieder entdeckten Olivenbaum “Arbequino”, was “Bewohner von Arbeca” bedeuted. Da Früchte in der spanischen Sprache “feminin” sind, wurde der Baum “Arbequina”, genannt.

Nachdem man in höhere Berglagen nachforschte, wurden viele gefunden, die offensichtlich vor langer Zeit gepflanzt wurden.

Arbeca

Die enthüllende Story

Der Graf von Medinaceli besass im 17. Jahrhundert ein grosses Gebiet auf der Iberischen Halbinsel, einschliesslich Arbequa (jetzt Arbeca). Er machte einen Besuch in Jerusalem und war verzaubert von dem aussergewöhnlichen Geschmack eines Olivenöls, das er bis dahin nicht kannte. Er brachte die Samen dieser Oliven nach Spanien und veranlasste die Landwirten, diese für den Gewinn von Olivenöl zu planzen. Diese überdauerten einige Jahrhunderte.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch, wurden die Olivenhaine langsam vernachlässigt. Durch die Erfindung der Elektrizität (Öllampen verschwanden) verbrauchten die Menschen weniger Öl und Arbeqina-Oliven konnten nicht weiter mit der industrialisierten Welt und mit der ertragsreicheren Variierung Picual, mithalten.

Obwohl Picual einen scharfen Geschmack aufwies wurde diese Art in Spanien sehr dominant. Dasselbe geschah in Italien, wo die ertragreiche Frontona-Art bevorzugt wird, die auch einen bitteren Geschmack hinterlässt. – Arbequina verschwand, bis vor kurzen die kleine, runde und farbige Olive ein spektakuläres “come-back” erlebte. Der Unterschied zeigte, dass eine neue Generation von Kunden willig waren die Produzenten für die Gewinnung eines Öls mit einem fabelhaften Geschmack zu kompensieren (Der Graf hatte recht!).

Der grösste Teil der spanischen Arbequina-Ernte wird jedes Jahr von italienischen Ölproduzenten eingekauft. Das Öl ist der Kernkomponent bei vielen exklusiven Verschnitten, die von Italien aus in alle Ecken der Welt exportiert werden. Zwischenzeitlich wurde Arbequina die Referenz für die Neuanpflanzung des Olivenbaums in der Neuen Welt: Neuseeland, Australien, Südafrika und Chile. Es besteht auch ein grosses Interesse bei Indien und China.